Powder Puff Krusty´s Kategorie „Hundeausflüge in und um Berlin glänzt jetzt mit einem etwas weiteren Ausflugsziel. Im idyllischen Ueckermünde gibt es viele schöne Orte, die darauf warten, mit Hund entdeckt zu werden. Wie mein kleiner Krusty den Kurztrip zur Ostsee fand, wie mein Resümee zum Thema „Urlaub mit Hund in Ueckermünde“ aussieht und was wir alles erlebt haben, gibt es hier auf meinem Hundeblog zu lesen. Viel Spaß!

Der Leuchtturm von Ueckermünde

Warum Ueckermünde mit Hund?

Warum habe ich mich ausgerechnet für einen Urlaub mit Hund in Ueckermünde entschieden?

In Deutschland gibt es so viele Reisziele zu entdecken mit Hund. Ob die Lüneburger Heide, das Allgäu oder auch die schönen Orte entlang des Rheins. Ich wollte Krusty unbedingt das Meer zeigen. Das hatte ich mir schon immer vorgenommen. Hier in Berlin gibt es zwar viele Seen, jedoch finde ich das Meer mit seiner endlosen Weite um Vieles schöner. Dann hatte ich einfach im Internet recherchiert und nebenbei von einer Freundin den Tipp Ueckermünde erhalten. Was mir wichtig war: Es ist mit dem Auto sehr schnell zu erreichen. In circa 2-2,5 Stunden – je nachdem von wo in Berlin der Startpunkt ist – ist man direkt an der Ostsee. Neben der Fahrtzeit waren mir folgende zwei Punkte wichtig:

  • Gibt es einen Hundestrand?
  • Sind vor Ort schöne hundefreundliche Unterkünfte vorhanden?
Urlaub mit Hund in Ueckermünde – Nanu, wer bist du denn?

Hundefreundliche Unterkunft in Ueckermünde

Auf der Suche nach einer hundefreundlichen Unterkunft bin ich schnell fündig geworden. Wir haben in der Lagunenstadt am Haff (unbezahlte Werbung) genächtigt. Dort gibt es eine Vielzahl an Ferienappartements für 1 bis 4 Personen. Pro Hund zahlen Reisende einen täglichen Zuschlag von drei Euro – was generell üblich ist. Die Anlage war schön, ruhig gelegen und zum Strand dauerte es keine 10 Minuten. Besonders toll fande ich den Yachthafen. Er bietet früh morgens eine schöne Atmosphäre für das Gassi gehen.

Als kleinen Tipp, falls jemand auch vorhat dort Urlaub zu machen, empfehle ich euch folgendes: Achtet bei der Zimmerwahl unbedingt auf den Zusatz „Wasserseite“. Mein Highlight war zweifellos der Ausblick zum Yachthafen und abends konnte ich den Sonnenuntergang vom Balkon aus zusehen. Für einige Euro mehr lohnt es sich. Andernfalls kann es vorkommen, dass ihr eine Aussicht auf den Parkplatz habt – das hätte ich persönlich nicht schön gefunden. 😉

Abendstimmung in der Lagunenstadt am Haff – unser Ausblick vom Balkon

Der Hundestrand in Ueckermünde

Powderpuff Krusty
Auf gehts zum Hundestrand

Zur Krusty´s „Hundestrand-Premiere“ sollte alles stimmen. Schließlich wollte ich nicht die Autofahrt auf mich nehmen, um dann an einem kleinen und evtl. sogar unsauberen Strand zu fahren. Der Hundestrand musste weitläufig sein, sauber und nicht überfüllt. Doch egal, wie ich es mir vorher ausgemalt habe: Vor Ort zu sein ist ein ganz anderes Gefühl:

Der Geruch der salzigen Luft, das Kreischen der Möwen, das Gefühl des feinen Sandes, das sanfte Geräusch der winzig auftürmenden Wellen und natürlich das Wasser, was für eine angenehme Erfrischung sorgte.

Sandnase Krusty am Hundestrand von Ueckermünde

Das hat mir am Hundestrand in Ueckermünde gefallen:

  • Der Hundestrand ist mit circa 300 Metern ziemlich weitläufig.
  • Es war sehr sauber und der Sand war herrlich fein.
  • Es herrscht keine Leinenpflicht – aber Schleppleinen kommen dort auch oft zum Einsatz. Die Hauptsache ist: Die Hunde sind nicht an kurzen Leinen gebunden und werden in ihrer Freude gebremst.
  • An den drei Tagen waren im Durchschnitt circa 5-10 andere Hunde dort. Doch auf 300 Metern verteilt war es angenehm entspannt und relativ ruhig.
  • Flaches Wasser – für kleine Hunde wie Krusty ideal, um im Meer zu planschen ohne sich zu dabei zu verausgaben. Größere Hunde, die gerne schwimmen, müssen etwas weiter hinaus.
  • Die Dünen – mehr Ostsee-Feeling gibt es nicht. Zwischen den Dünen zu liegen war eine echte Erholung.
  • Ruhe – Es war so ruhig, dass man nur die Gespräche der anderen Besucher gehört hat. Kein Straßenlärm, kein Baulärm und keine vorbeifahrenden Schiffe – perfekt für einen entspannten Tag am Meer.
  • Der Weg zum Hundestrand ist Natur pur. Ich hatte das Gefühl, das kurze Stück in einem Wald zu sein – was für Stadthunde auch aufregend ist.

Das war nicht ganz optimal:

  • Eine einzige Sitzbank – das störte uns aber nicht allzu sehr. Wir waren im Sommer dort und lagen auf Strandtüchern. Wenn es kälter ist, wären mehr Sitzgelegenheiten für die Herrchens und Frauchens praktisch.
  • Das Wasser – Es war zwar nicht dunkelgrün, aber auch nicht glasklar 😉 Das hat Krusty natürlich überhaupt nicht gestört. Ich habe es allerdings lieber, wenn ich den Untergrund im Wasser sehen kann.
Urlaub mit Hund in Ueckermünde
Krusty und ich auf der einzigen Sitzbank am Hundestrand

Und wie fand Krusty seinen Urlaub in Ueckermünde?

Zum Schluss noch das Wichtigste: Wie hat es meinem Powder Puff Krusty gefallen? Die Hin- und Rückfahrt hat er gut gemeistert. Auf der Hinfahrt war er etwas unruhiger, aber das kenne ich von ihm bereits. Er ist immer aufgeregt und freut sich auf einen Ausflug. Denn das Auto kommt immer zum Einsatz, wenn wir an schönen Orten fahren. Auf der Rückfahrt hat die kleine Schlafmütze hauptsächlich gedöst.

Urlaub mit Hund in Ueckermünde
Krusty hatte eine schöne Zeit in Ueckermünde

Die Tage am Strand waren anfangs etwas aufregend für ihn. Am ersten Tag war es sehr lustig mit Krusty:

Ich musste Krusty gar nicht überzeugen ins Meer zu gehen. Wie ein Irrer ist er in das flache Wasser gestürmt. Er hat Sprünge gemacht und war kaum zu bremsen. Die anderen Hunde hat er erstaunlicherweise weitestgehend ignoriert. Er hatte Spaß und das hat man ihm angesehen. Als das Wasser etwas tiefer wurde und er den Boden unter den Pfoten nicht mehr gespürt hat, ging es wieder Richtung Ufer. Damit hatte er wohl nicht gerechnet. Aber er muss auch nicht komplett schwimmen und wurde von mir auch keineswegs gedrängt. Das Planschen nahe des Ufers hat ihm völlig gereicht. Wenn ein Hund überhaupt nicht ins Wasser will, dann ist meine Meinung dazu, ihn keineswegs überzeugen zu wollen. Denn auch Fellnasen, die das Wasser nicht mögen, können Spaß am Hundestrand haben. Solange es nicht allzu warm ist und andere Hunde für sie keinen Stress bedeuten.

Am dritten Tag hat sich die Aufgedrehtheit am Strand gelegt. Krusty lag ganz entspannt zwischen den Dünen, hat mal hier mal da gebuddelt und seinen Blick auf das Meer und die anderen Hunde schweifen lassen. Doch leider mussten wir dann schon wieder Richtung Heimat fahren.

Der Ausflug zur Altstadt

Der kleine Ausflug zur Altstadt von Ueckermünde war eine willkommene Abwechslung für Krusty und mich. Vorab: Wer auf der Suche nach einer großen Shoppingmeile mit einer Vielzahl an Geschäften, Cafés und Restaurants ist, der ist in Ueckermünde falsch. Der überschaubare Reiseort punktet mit angenehmer Ruhe. Einige Läden gab es sicherlich auch, doch mit größeren Orten ist es nicht vergleichbar. In der Altstadt war es keineswegs überfüllt auf den Straßen. Das ist ein klares „Daumen hoch“ für die Hundetauglichkeit dieses Ortes. Andererseits haben mir etwas die Parks und Grünflächen in der Altstadt gefehlt. Das bin ich von Berlin gewohnt. Aber gut, wenn man sich hauptsächlich am Hundestrand aufhält (so wie wir es taten), ist dies kein wirklicher Minuspunkt.

Urlaub mit Hund in Ueckermünde – Fazit

Urlaub mit Hund in Ueckermünde – ich hoffe, dass wir es im nächsten Jahr wieder dorthin schaffen. Für alle Berliner, die eine kleine Auszeit mit Hund brauchen, ist das kleine Seebad meiner Meinung nach bestens zu empfehlen. Auch von weiter weg lohnt es sich – wenn man auf der Suche nach einem ruhigem Ort zum Entspannen ist. Festzuhalten ist: Der Hundestrand und die Lagunenstadt am Haff sind zwei besondere Highlights in Ueckermünde.